Wie gehe ich mit unliebsamen Emotionen um?

Ich glaube, wir alle kennen das. Es gibt Situationen oder Konflikte, da werden wir von Emotionen einfach überrollt. Sei es im Kleinen oder im Großen. Sei es, z.B., dass der Partner einen unsensiblen Kommentar von sich gibt, oder nicht so reagiert, wie wir es erwartet haben. Dann ist es natürlich wenig hilfreich in hochgekochter Stimmung zu diskutieren. Leider tun wir das oft, ohne zu merken, dass wir so zu keiner Lösung kommen und uns nur weiter aneinander aufreiben.

Wie aber jetzt reagieren und wohin mit den Emotionen?

Zunächst einmal, zieh dich aus der Situation zurück. Es hilft, sich einen ruhigen Platz zu suchen und die hochgekochten Emotionen einfach wahrzunehmen und ruhig zu atmen. Der Atem verbindet dich mit deinem Herzen, bringt dich in deine Ruhe zurück. Schreibe die Emotionen auf, benenne sie. Stelle dir selbst die Frage, wie fühlt sich diese Situation für mich an? Was triggert der andere in mir? Was will sich gerade zeigen? Gib dem unliebsamen „Kind“ einen Namen.

Bleibe bei dir und deinen Emotionen

Bleib bei dir und deinen Emotionen. Versuche nicht in die Falle von Schuldzuweisungen zu tappen: „Wenn der andere doch nur so und so reagieren würde, dann müsste ich mich nicht aufregen.“ Das hilft dir nicht weiter. Der andere ist, wie er/sie ist. Mach dir klar, dass dein Gegenüber auch seine Prägungen hat. Es gibt Gründe, warum er/sie nicht aus seiner Haut kann. Du aber hast die Wahl zu entscheiden, wie du mit dieser Situation umgehen möchtest. Nutze die Chance, ein neues Reaktionsmuster zu lernen.

Und fühle du selbst dich nicht schuldig, weil du die Emotionen hast, die du nun mal gerade hast. Atme ein paar mal tef ein und aus. Unser Atem verbindet uns mit dem Hier unf Jetzt. Lass die Emotionen da sein, erkenne, was ist. Schieb sie nicht weg. Egal, was da ist, es darf sein. Mache dir bewusst, dass du dir damit die Chance gibst, deine Emotionen zu sehen, zu fühlen und schließlich loszulassen.

Mache dir klar, dass dein großes, reifes, erwachsenes Ich da ist und über dein kleines, verletztesm kindliches Ich wacht. Nimm das kleine, verletzte Ich in die Arme. Schenke ihm die Zuneigung, die es jetzt braucht. Lass nicht zu, dass die Emotionen es überrollen. Beruhige den Kleinen/die Kleine in dir. Bedanke dich bei deinem erwachsenen Ich für diese Zuwendung. Wie fühlt sich das an?

Bekommst du einen neuen Blick auf die Situation?

Kannst du formulieren, was du dir wirklich vom Partner (oder dir selber) wünscht?

Kannst du nun anders in ein Gespräch mit deinem Partner zurückgehen?

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